Lesung in Wachtberg

Veröffentlicht: Juni 2, 2013 in Anzeigen, Termine

Es wird wieder kulturell in Wachtberg.

Die 7. Wachtberger Kulturwochen stehen an und ich darf freundlicherweise mit machen.

Am 30.06.2013 lese ich ab 18 h in der Pecher Cafe und Weinbar aus meinem Buch “Seine Toten kann man sich nicht aussuchen”.

Ich freu mich über jeden, der vorbei kommt und lauscht und vielleicht das ein oder andere Gläschen Wein trinkt.
Für’s Auge gibt es auch etwas Manfred Niche stellt dort seine Aquarelle aus und von Frau Tannert kann man Schmuckkreationen bewundern.

Das komplette Programm findet sich hier: Programm

Artikel im Express online

Veröffentlicht: Oktober 7, 2012 in Uncategorized

Hui, was für eine Überraschung.

Heute morgen machten mich meine Freunde auf den Artikel im Express online aufmerksam.

Diesmal ist die lange Version des Artikels, der bereits vor fast einem Jahr in der Printversion veröffentlicht wurde, auch online erschienen und ich freue mich sehr über die netten Worte!

http://www.express.de/koeln/koelner-polizistin-janine-binder—seine-toten-kann-man-sich-nicht-aussuchen-,2856,11120944.html

Lest doch mal rein.

 

Auftritt im Kölner Treff

Veröffentlicht: Juni 16, 2012 in Anzeigen

Für diejenigen unter Euch, die es verpaßt haben, gibt es im Internet die Möglichkeit sich die Sendung noch einmal anzusehen:

http://www.wdr.de/tv/koelner_treff/

 

Ich wünsche gute Unterhaltung.

 

Mein Bericht zur Sendung.

 

“Würdest du auch im Kölner Treff auftreten?” Die Pressedame des Piper Verlags schweigt am anderen Ende des Telefonkabels, während ich wie ein kleiner Derwisch durch die Wohnung hopse, einen Moment brauche, um mich zu sammeln und dann natürlich total cool und lässig sage: “Ja, würd ich schon machen, wenn ich grad Zeit hätte.”

Zwei Wochen später flattert mit eine offizielle Einladung ins Haus. Ich, die Frau ohne Fernseher, soll ins Fernsehen und dann auch noch in eine der wenigen Sendungen, die ich tatsächlich mag und hin und wieder ansehe. Ich freu mich.

Und die Familie freut sich mit, denn für große Fans des Kölner Treffs schaffe ich es sogar, statt nur einer Begleiterkarte, was üblich ist, 5 Karten zu ergattern und meine Eltern und die Schwiegereltern dürfen somit mit. Ob mich das jetzt aber noch mehr aufregen wird oder mir ein wenig das Lampenfieber nimmt, wird sich zeigen.

Einige Tage vor dem großen Tag erschien meine persönliche Betreuerin bei mir zu Hause, um ein kleines Vorgespräch zu führen. Ich hatte tatsächlich gedacht, jetzt werden die Fragen genannt und ich kann mich vorbereiten, aber Pustekuchen, ein wenig geplaudert wurde, ein bißchen was erfragt, aber es wurde nicht abgesprochen, was dann in der Sendungen an Fragen auf mich zu käme. Ich wurde so langsam dann doch ein wenig nervös, was wenn es doofe Fragen wären, oder Dinge, über die ich nicht sprechen darf, oder nicht sprechen möchte…

Der Tag rückte näher und ich überlegte mir alle möglichen guten und unguten Antworten, Dinge dich ich erzählen könnte, machte mich sogar ein wenig schlau zu den anderen Gästen, da wollte ich ja auch nicht durch Unwissenheit auffallen…

Donnerstags lege ich mir meine Kleidung raus, zwei Outfits soll ich einpacken, damit ich wechseln kann, falls eines für die Kamera nicht so gut ist. Freitags morgens probiere ich noch mal durch und stelle fest, sieht alles doof aus: “ICH HAB NICHTS ANZUZIEHEN!”

Mit Duschfrisur und im Hausdress springe ich also ins Auto und fahre nach Bonn, um mir rasend schnell noch eine neue Jeans zu kaufen, denn die Zeit drängt bereits. Großer Dank hier an die freundliche Verkäuferin im Daniels in Bonn, (http://www.daniels-mode.de/) die weder auf mein chaotisches Outfit reagierte, noch einen Kommentar zu meinem Zeitdruck abgab. Im Gegenteil, sie platzierte mich kleines Nervenbündel in der Umkleidekabine und brachte mir rasend schnell passende Hosen, so daß ich an diesem Tag den schnellsten Jeanshosenkauf meines Lebens absolvierte und in nicht mal 10 Minuten mit einer traumhaften Hose wieder auf dem Weg nach Hause war.

Dort blieb gerade noch Zeit etwas zu Essen und in die Kleidung zu springen und mit dem Lieblingsmenschen zu schimpfen, weil er das einzige ungebügelte Hemd unbedingt anziehen mußte, da klingelte auch schon der Herr vom Limousinenservice. Der Chauffeur fragte den Lieblingsmenschen: “Warum sind Sie denn beim Kölner Treff? Sie sind dieser Schauspieler oder?” Kichernd überließ ich damit dem Herrn an meiner Seite das Gespräch und verzog mich auf den Rücksitz, wo ich mit geschlossenen Augen vor mich hindösen und mich fragen konnte, welcher Schauspieler denn gemeint sein könnte.

Der Staugott war uns wohlgesonnen, so daß wir ohne große Verzögerung im WDR Studio in Bocklemünd ankamen. Dort nett in Empfang genommen, konnten wir noch beim Aufbau des Caterings zuschauen, nahmen in der Garderobe Platz und begrüßten unzählige Leute des Teams, kaum zu glauben, wie viele Leute man offenbar benötigt, um so eine Sendung zu machen. Ich futterte mich durch die Obstschale und langsam trudelten auch die anderen Gäste ein. Sahra Wagenknecht begrüßte uns sehr freundlich, Herr Schneyder verkürzte die Wartezeit mit Ausgehtipps für Wien und der Agent von Frau Kasarova ließ uns alle durch seine etwas seltsame Art eher unfreiwillig schmunzeln. Claudia Jung sorgte mit Lachen und farbenfroher Kleidung für gute Laune und dann wurde ich auch schon in die Maske entführt.

Der fiese und gemeine Pickel wurde tatsächlich zum Verschwinden gebracht, ganz ehrlich, da geht man ins Fernsehen und hat den ersten Pickel seit 10 Jahren im Gesicht, nett ist das nicht, aber die Maskenbildnerin hat wahre Wunder vollbracht, auch noch mein Haar in Form frisiert und dann bekam ich noch ein kleines Mikrofon angesteckt.

Zum Vorgespräch mit Bettina Böttinger wurde ich dann auch geleitet, was sehr angenehm und entspannt war und trotzdem verspürte ich ausgerechnet da dann die erste Aufregung. Die Hände zitterten irgendwie doch, damit sie nichts merkt, hab ich mich kurzerhand einfach auf die Fingerchen gesetzt. Aber ich vermute, den Trick kennt sie schon.Doch auch hier war immer noch nicht klar, was denn da in der Sendung auf mich zu kommt, zwar fragte, sie ob sie auch Fragen zum Privatleben stellen dürfe, aber was genau blieb eher im Dunkeln. Die Spannung wuchs also weiter.

Wieder im Warteraum hab ich mir dann schnell noch ein paar Stückchen Ananas einverleibt und wurde kurz darauf von Herrn Feuerstein begrüßt, der laut meiner Betreuerin sehr menschenscheu ist. Menschenscheu hin oder her, für mich hatte er einen warmen Händedruck und ein Lächeln und er konnte mich sogar einsortieren und sagte: “Sie sind die Dame mit diesem beeindruckenden Buch, nicht wahr?” Da bin ich dann zugegeben ein bißchen rot geworden, denke aber, daß man das unter der Schminke nicht gesehen hat. Ich hatte allerdings eine Mission, ich sollte für einen Freund nämlich unbedingt mit einem Feuerstein Autogramm zurück kommen, vor den ganzen anderen Prominenten wollte ich jetzt aber so direkt nicht nachfragen und er war auch sofort wieder verschwunden.

Ich bekam noch eine kurze Studioführung und erklärt, wo ich wann lang laufen muß, und vorallem darf ich entscheiden, ob ich dem Lieblingsmenschen und der Verwandtschaft die ganze Zeit ins Gesicht blicken mag oder ob sie besser hinter mir sitzen sollen. Ich entscheide mich dafür die Verstärkung im Rücken zu haben, das ist immer besser, außerdem schneidet der Herr sonst bestimmt Grimassen und ich muß ganz unprofessionell kichern. Die Plätze hinter mir werden also reserviert.

Mein Partner hing derweil am Telefon und lotste die Eltern und Schwiegereltern vor das Gebäude und ich entwischte meiner Betreuung kurz und konnte von einem kleinen Balkon kurz meinem Vater zu winken. Irgendwie beruhigte das, zu wissen, daß mindestens 5 mir wohlgesinnte Gäste im Publikum sitzen würden.

Dann ging es los, der Warmuper hatte bereits die Studiogäste ein wenig eingestimmt und sich lustigerweise, ohne es zu wissen genau den Tisch meiner Lieben ausgesucht, um Fragen zur Herkunft zu stellen und Witzchen zu reißen. Amüsiert schaute ich aus dem Schatten zu und lauschte auch Frau Böttinger noch, die letztlich die Bühne betrat, dann marschierten wir Gäste nach einander ein und wurden kurz vorgestellt, was man allerdings in der Sendung nicht sehen würde. Ich schaffte es sogar auf meinen hohen Hacken bis zu meinem Platz, ohne dabei wie ein Storch im Salat zu wirken und machte es mir gemütlich. Der Sessel war bequem und ich konnte kurz meinen Lieben hinter mir zuzwinkern. Alles ganz locker und entspannt…

Die Talkrunde begann und ich war ehrlich gesagt, ganz froh nicht wirklich eingebunden zu werden, ich habe die Zeit genutzt und mich an die Situation gewöhnt, mit Frau Wagenknecht immer mal ein wissendes Lächeln getauscht oder ein aufmunterndes Zwinkern von Herrn Feuerstein bekommen. Am angenehmsten war mir aber tatsächlich die sehr leise Frau Kasarova, die eine unheimliche Wärme und Liebenswürdigkeit ausstrahlte und mir durch aufmunterndes Lächeln immer wieder ein bißchen Sicherheit gab. Als sie dann zu singen begann, war ich wirklich beeindruckt, ich bin tatsächlich mehr ein Banause der Klassik und verstehe generell wenig von Musik, aber das war beeindruckend, die Luft vibrierte regelrecht und ich war sehr ergriffen, leider kam das Lied, wie ich schon selbst feststellen konnte, im Fernsehen nicht mal halb so intensiv rüber, wie in Wirklichkeit. Es war wirklich toll und für mich das Highlight des Abends.

Herzlichen Dank Frau Kasarova.

Als es dann zu Werner Schneyder ging, wurde ich ein wenig unruhig auf meinem Sesselchen, denn Frau Böttinger hatte mich vorher ja gefragt, ob sie im Bezug zu seinem Buch “Partner, Paare, Paarungen” Fragen an mich stellen dürfe. Durfte sie, ergab sich aber aus dem Gespräch her nicht wirklich und dann war ich auch schon dran.

Jetzt würde ich gerne berichten, was ich getan und gesagt und wie ich mich gefühlt habe, kann ich aber nicht. Denn diese 10 Minuten sind das reinste schwarze Loch in meiner Erinnerung. Ich weiß weder, was ich gefragt wurde, noch was ich geantwortet habe. Scheinbar war ich also doch aufgeregter, als ich zugeben wollte. Ich habe mir zwar die Sendung mittlerweile angesehen und war recht erleichtert keinen “totalen” Quatsch erzählt zu haben, aber auch das ist tatsächlich so, als würde ich einer fremden Person zuhören und zuschauen. Ein sehr seltsames, aber nicht unangenehmes Gefühl.

Nach mir war die Sendung dann auch schon vorbei, das Publikum wurde hinausbegleitet, der Lieblingsmensch lotste Eltern und Schwiegereltern bereits zur After Showparty und ich war plötzlich umgeben von Fotografen und Blitzlichtgewitter. “Frau Binder, können Sie mal?” “Frau Binder, hier einmal kurz Lächeln?” “Danke” Keine Ahnung, wo die ganzen Pressevertreter her kamen und vor allem, was die mit den Fotos vorhaben. Ich bräuchte übrigens ein paar biometrische Paßbilder, mein Ausweis ist abgelaufen, also wenn einer von Ihnen ein paar Bildchen übrig hat… :)

Und dann nutzte ich die Gunst der Stunde und zupfte vorsichtig am Ärmel des Herrn Feuerstein. “Herr Feuerstein, ich weiß, Sie tun so etwas nicht so gerne, aber ein Freund von mir, ist großer Mad-Fan, wäre es wohl möglich?” weiter kam ich nicht, da schüttelte er schon bedauernd den Kopf: “Ich habe gar keine Zettelchen bei und keinen Stift.” Mist, ich nämlich auch nicht, der lag gut verschlossen in der Garderobe. Ich senkte traurig den Blick und er wurde mir auch schon wieder von einem der Fotografen entführt. Drehte sich dann aber noch mal um und sagte etwas, was ich im allgemeinen Trubel als: “Schreiben Sie mir!” deutete und weg war er.

Lieber Udo, ich hatte gehofft, den wirklich sehr netten Herrn Feuerstein dann bei der kleinen Feier noch zu treffen, aber da war er bereits weg, so daß ich vor lauter Aufregung auch ganz vergessen habe, ihm zum Geburtstag zu gratulieren und dir eben kein Autogramm mitbringen konnte. Aber ich arbeite daran…. :-)

Und den Glückwunsch zu Feuersteins 75igstem hole ich hiermit ganz herzlich nach.

Frau Böttinger hat dann meine Verwandtschaft noch sehr freundlich begrüßt und es gab feine kleine Snacks und zur Freude des Schwiegervaters sogar nicht nur Kölsch, sondern auch ein gutes kaltes Pils. Die ganzen Medienmenschen waren alle wirklich nett und unheimlich freundlich,  da habe ich in anderen Sendeanstalten schon ganz anderes erlebt und wir hatten einen wirklich schönen Ausklang des Abends. Von allen Gästen habe ich mich sehr herzlich verabschiedet. Besonders nett war in Ihrer Verabschiedung Frau Wagenknecht, die offenbar tatsächlich sehr von meiner kleinen Geschichte berührt war und der ich, trotz konträrer politischen Ansichten an dieser Stelle alles Gute wünsche.

Letztlich bleibt es eine schöne und spannende Erinnerung.

Eine interessante Talkrunde mit sehr netten und interessanten Gästen, eine tolle Bettina Böttinger, die wahrlich weiß, wie man die richtigen Fragen stellt.

Und ich denke auch ein tolles Erlebnis für meine Eltern und Schwiegereltern.

Meine Oma hat heute morgen auch schon angerufen und kundgetan, daß sie sehr stolz auf ihre Enkelin ist und ich bin wirklich verblüfft, wer die Sendung sonst noch alles gesehen hat, mein Bruder hat sogar von einem Campingplatz in Südfrankreich zugeschaut.

Dank Euch allen und Danke an den WDR für die nette Einladung.

 

 

 

 

TV Auftritt im Kölner Treff am 15.06.2012

Veröffentlicht: Juni 11, 2012 in Anzeigen, Termine

Am Freitag bin ich im Kölner Treff bei Bettina Böttinger zu Gast

15.06.2012 21:45 h WDR Fernsehen.

http://www.wdr.de/tv/koelner_treff/

Impressum / Kontakt

Veröffentlicht: Juni 11, 2012 in Impressum

Ich hab mich schlau gemacht und festgestellt, ein Impressum muß her!

Da ist es! :)

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Seit gestern habe ich die ersten 100 Seiten von Wiebke Lorenz neuem Roman “Alles muß versteckt sein” auf meinem Rechner und darf jetzt in meinem Schaukelstuhl sitzend ein wenig Testlesen.

Alle anderen müssen sich noch bis September gedulden.

Allerdings kann man bei Amazon schon vorbestellen…

Auf einem Treffen de http://www.buechereule.de in Hannover habe ich die Autorin Lena Johannson kennengelernt.

Diese trat dann Anfang des Jahres an mich heran, ob ich mir nicht vorstellen könnte, eine Krimikurzgeschichte für ihre Anthologie zu schreiben.

Konnte ich natürlich und habe ich gern gemacht.

Die Homepage von Lena Johannson findet man hier:  http://www.lena-johannson.de/

Der Strandkorbkrimi Rügen/Usedom wird also jetzt im Mai im Windspielverlag erscheinen und ist sogar schon bei Amazon gelistet:

Viel Spaß beim Lesen!

Lesung zum Katholikentag in Mannheim

Veröffentlicht: April 5, 2012 in Termine

Am 17.05.2012 werden Charly Weibel, Ulrich Hefner und das Landespolizeiorchester in de Bonifaziuskirche in Mannheim ab 20 h eine konzertante Lesung veranstalten.

http://www.charlyweibel.de/

http://www.ulrichhefner.de/

http://www.baden-wuerttemberg.polizeiseelsorge.org/hp88/Veranstaltungen.htm

http://org.polizei-bwl.de/ppstuttgart/UeberUns/Landespolizeiorchester/Seiten/LPO_aktuell.aspx

 

Ich würde mich über regen Besucherzustrom freuen!

 

Die Elfe für den Kindle…

Veröffentlicht: April 5, 2012 in Uncategorized

unter oben genanntem Link kann man meine für die Anthologie mit Anne Hertz geschriebene Kurzgeschichte “Die Sache mit der Elfe” für den Kindle einzeln herunterladen.

Bei so tollen Autorinnen und Autoren, wie Klüpfel und Kobr, Kerstin Gier und den Schwestern Hertz, würde ich aber natürlich zum Gesamtwerk: “Junger Mann zum Mitreisen gesucht” raten.

Da ist Langeweile… ähm Blut, Herr Schätzing!

Veröffentlicht: März 21, 2012 in Anzeigen

Seit Wochen freuten meine Freundinnen und ich uns auf die Veranstaltung mit Frank Schätzing, Klüpfel und Kobr und Sebastian Fitzek in der Köln Arena.

Ein wenig früher waren wir verabredet, damit wir noch einen feinen Kaffee trinken könnten.

Also stellten Andrea und ich unsere Autos stilecht im Parkhaus des Polizeipräsidiums ab und machten uns zu Fuß auf den Weg zur Köln Arena. Gerade hatten wir die Straße überquert und schlenderte gemütlich plaudernd dahin, als mein Polizistenunbehagen sich meldete, irgendwas ging da an der Ampel in dem Minivan vor. Ich lauschte immer unkonzentrierter den Erzählungen meiner Freundin und mein Blick wurde magisch immer wieder in Richtung des an der roten Ampel wartenden Fahrzeugs gezogen, als dort die Tür aufflog und neben einem jungen Mann auch ein mir vage bekannter Kollege aus dem Auto stürmten. Der junge Mann brüllte zwar lautstark um Hilfe, machte aber eher den Eindruck eines flüchtenden Straftäters. Unser Geplauder war zum Erliegen gekommen. Ich blickte auf die andere Straßenseite und gestattete mir eine kurze Überlegung, die im Grunde nur  “Tu einfach so, als würdest du nichts sehen und geh einfach weiter, kurz vor der Lesung die Fresse poliert zu kriegen, ist keinen gute Idee! Dann kannste die Lesung vergessen.” beinhaltete.

Konnte ich aber natürlich nicht, der Kerl und mein Kollege kamen durch die Autos hinweg auf uns zu gerannt, ich schob meine Umhängetasche auf den Rücken und spurtete unter den Blicken meiner verdutzten Freundin los und war rasch auf einer Höhe mit dem jungen Rennenden, da er im Grunde immer noch auf uns zu lief. Ich versetzte ihm in vollem Lauf einen ordentlichen Schubser, er flog zu Boden und wenige Sekunden später knieten der Kollege und ich auf seinem Rücken und legten Handfesseln an, während der Zivilwagen mit quietschenden Reifen direkt neben uns auf den Bordstein bretterte. Ich gab mich als Polizistin zu erkennen nickte höflich und als der junge Mann wieder sicher im Auto saß, gingen wir weiter zu unserer Lesung. 

Das Lustige an der Sache war jedoch der mit einer kompletten türkischen und bekopftuchten Großfamilie besetzte Kleinwagen, der ebenfalls an der Ampel gewartet hatte und dessen Insassen uns nun alle den hochgereckten Daumen zeigten und freundlich lächelten.

Beschwingt ging es also zum Cafe und anschließend zur Lesung. Bei der Ankunft in der Köln Arena kurze Ernüchterung über unsere trotz teuerster Kategorie miesen Plätzen und dann ging es mit Popcorn und toller Musik des WDR-Orchesters los. Wirklich grandios wurden die Titelmelodien bekannter Krimiserien nachgespielt. Ganz groß und gut, selbst mich, die eigentlich total unmusikalisch ist, hat das doch enorm beeindruckt.

Schätzing erscheint auf der Bühne gibt ein paar Kölsche Krimiwitze zum Besten und kündigt Klüpfel und Kobr an, die etwas sehr klamaukig eine aber doch ganz unterhaltsame Darbietung ablieferten und mich durchaus neugierig auf ihren Kommissar Kluftinger machten.

Und dann kams…

Claudia Michelsen und Matthias Brandt nahmen auf der Bühne platz und lasen Krimitexte. Da ich auf keinen Fall die wirklich gute Leseleistung der beiden Schauspieler schmälern will, muß ich jetzt aufpassen was ich sage, denn es tut mir sehr leid, aber ich bin eingepennt. Die Auswahl der Textpassagen waren so ungünstig, langweilig, langatmig und unspannend, dass mich auch das gekonnte Vorlesen nicht mehr bei der Stange halten konnte. Nach wenigen Minuten war ich trotz der kleinen Adrenalinspritze vor der Lesung sanft eingeschlafen und erwachte immer nur kurz, um festzustellen, daß es immer noch um ein kleines Kind am Grab mit Bommeln an der Mütze und einem weißen Röckchen ging, das die gleichen blauen Augen, wie sein Onkel hatte…

Grausam! Ehrlich, was hat man sich dabei gedacht? Es gibt so viele gute und lesenswerte Texte, wieso greift man da zu einem solch nichtssagende Ausschnitt, der weder neugierig auf das Buch macht, noch literarisch wert- oder gar anspruchsvoll ist?

Ich atmete regelrecht auf, als das Orchester wieder übernahm und ein James Bond Medley zum Besten gab, bei welchem mir allerdings die neueren James Bond Filme fehlten. Anschließend wieder kurz Schätzing, der eher eine moderierende Funktion inne hatte und dann erneut Michelsen und Brandt, mit zwei weiteren Texten, die zwar immerhin ein wenig besser waren, aber mich auch nicht wirklich überzeugen konnten, obwohl ich Anne Chaplet sonst wirklich gerne lese.

Offenbar sahen das andere ähnlich, die im Publikum herrschende Unruhe war kaum zu überhören und viele verließen bereits ihre Plätze und die Arena.

Anschließend gabs wieder Musik und dann nach einem eher etwas peinlichen und lückenfüllend anmutendem Ratespiel von Schätzing mit dem Publikum endlich Fitzek, der aus meiner Sicht ganz klar den Abend rettete. Gut, ich boykottiere immer noch den Erwerb seiner Bücher, weil ich sein Realitygame damals einfach ziemlich deplatziert fand, aber das hindert mich ja nicht daran, Sebastian sehr sympathisch zu finden und er hat, trotz seines biederen Versicherungsvertreteraussehens einfach eine wahnsinnig gute Bühnenpräsenz, er erzählt und plappert drauflos und es ist einfach gut und spannend und interessant. Eine kurze Szene aus DAS KIND hat er gelesen und eine aus dem AUGENSAMMLER, außerdem gab es den Trailer zum Kinofilm “DAS KIND” zu sehen und am Ende tatsächlich eine kleine Geiselnahme samt Zugriff. Als die Schauspieler dann auf dem Geiselnehmer auf der Bühne knieten ertönte es rechts neben mir: “GENAU SO HAT DIE JANINE DEN AUCH EBEN FESTGENOMMEN!” Und ich grinse Andrea an, die ja bereits vor der Lesung eine gute Portion Action geliefert bekam.

Fazit: Definitiv keine so tolle Veranstaltung wie erwartet, generell hatte ich eher das Gefühl, daß zwischen Musik und Schätzing und Fitzek der Rest als Lückenbüßer dienen mußte, Klüpfel und Kobr haben das ganz ordentlich hinbekommen und die Schauspieler haben auch gut gelesen, aber ein guter Leser kann aus einem langweiligen Text leider auch keine mitreißende Show zaubern.

Von daher bleibt ein fader und langweiliger Beigeschmack an die Veranstaltung. Da bin ich von anderen Aktionen Schätzings doch deutlich Besseres gewohnt!